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  • Faltblatt zum Stadtrundgang "Hexenverfolgung"
  • Plan des Stadtrundgangs

Museums- und Stadtrundgang zur Geschichte der Hexenverfolgung in Lemgo

Wie kam es zu einem Hexenprozess? Wer waren die Frauen und Männer, die als "Hexen" und "Zauberer" angeklagt, verurteilt und hingerichtet wurden? Wie und wo lebten sie in der Stadt? Wer waren die Repräsentanten der "Hexenjustiz"? Wie begründeten sie ihren Verfolgungseifer? Welche Wirkungen hatten die Hexenprozesse auf das Leben in der Stadt?

Der Stadtrundgang führt zu Orten in der Stadt Lemgo, die mit der Hexenverfolgung in Verbindung standen. Er beginnt im Museum Hexenbürgermeisterhaus, dem privaten Wohnhaus der Familie Cothmann. Catharina Goehausen, die Ehefrau des Kaufmanns Dietrich Cothmann, wurde 1654 als "Hexe" angeklagt und hingerichtet. Bürgermeister Hermann Cothmann, der Sohn von Catharina Goehausen und Dietrich Cothmann, agierte in seinem Amt als ein fanatischer "Hexenjäger". Das Wohnhaus der Familie Cothmann befand sich nicht weit entfernt von der Heilig-Geist-Bauerschaft. In ihr lebte in den Jahren 1628-37 die Hälfte der Angeklagten, von denen der Wohnort bekannt ist. Einige Häuser aus dem 17. Jahrhundert sind in der Orpingstraße noch heute erhalten. Am Regenstor stehen die z. T. rekonstruierten Reste der Stadtmauer. In den Türmen der Stadtbefestigung wurden die Angeklagten inhaftiert. In der Papenstraße befand sich das Wohnhaus der Scharfrichterfamilie Clauss/Clausen. Der Marktplatz war der "Ort des hochnotpeinlichen Halsgerichtes". Hier wurde das vom Rat verfertigte Urteil öffentlich verlesen. Zwischen Rathaus und Kirche St. Nicolai steht der "Stein des Anstoßes", das Denkmal für Maria Rampendahl. In der Kirche selbst erinnert eine Skulptur an den Pfarrer Andreas Koch, der im Jahre 1666 als "Hexenmeister" hingerichtet wurde.

Der Rundgang endet im Stadtarchiv Lemgo, wo heute die Akten der Hexenprozesse aufbewahrt werden. Sie bilden die wesentliche Quelle für unser Wissen über die Hexenverfolgung in Lemgo.

Der Rundgang dauert ca. zwei Stunden. Anmeldung im Museum Hexenbürger- meisterhaus

Plan zum Rundgang 

Museums- und Stadtrundgang zur jüdischen Geschichte

Das Frenkel-Haus ist eine Außenstelle des Städtischen Museums Lemgo. Die Führung zum Thema "Jüdisches Leben in einer alten Stadt" beginnt im Hexenbürgermeisterhaus, führt zu verschiedenen Orten der jüdischen Geschichte in der Stadt und endet mit dem Besuch im Frenkel-Haus.

Der Rundgang dauert ca. zwei Stunden. Anmeldung im Museum Hexenbürger- meisterhaus


Museums- und Stadtrundgang "Glaube und Aberglaube in der Stadt"

"Das man nicht (wie die Aberglaubischen pflegen) ein jede Krankheit für ... Verhexung halte" (Jodokus Hocker, Theologe und Pfarrer in Lemgo, 1568)

Jodokus Hockers 1568 erschienenes Buch befindet sich im Hexenbürgermeisterhaus und wird während der Führung vorgestellt.

Der Rundgang führt zu den Spuren von Glauben und Aberglauben an verschiedenen Orten in der Stadt, im Museum Hexenbürgermeisterhaus sowie in den Kirchen St. Marien und St. Nicolai. Es werden zum Beispiel die Ritzspuren an der Kirche St. Nicolai und die Blattmaske an der Kirche St. Marien gezeigt und erklärt.

Der Rundgang dauert ca. zwei Stunden. Er ist geeignet für Jugendliche, z.B. im Konfirmationsunterricht, und natürlich für Erwachsene. Anmeldung im Museum Hexenbürgermeisterhaus